Alle Beiträge von Joachim Nellissen
Neue Spielregeln für „grüne" Werbung: Die EmpCo-Richtlinie und ihre Umsetzung in Deutschland
Seit dem 19. Februar 2026 steht fest: Der deutsche Gesetzgeber hat das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) durch ein Drittes Änderungsgesetz grundlegend erweitert. Hintergrund ist die europäische Richtlinie (EU) 2024/825 vom 28. Februar 2024, die unter dem Kürzel „EmpCo" bekannt geworden ist. Diese Richtlinie zielt darauf ab, Verbraucherinnen und Verbraucher besser vor irreführenden Umwelt- und Nachhaltigkeitsversprechen zu schützen und dem weit verbreiteten Phänomen des Greenwashings einen Riegel vorzuschieben. Was bedeutet das konkret? Unternehmen, die ihre Produkte oder Dienstleistungen mit ökologischen Vorzügen bewerben, müssen sich ab dem 27. September 2026 an deutlich verschärfte Anforderungen halten. Übergangsfristen oder Abverkaufsregelungen sieht das Gesetz nicht vor: wer nicht rechtzeitig umstellt, riskiert ab dem ersten Tag Abmahnungen und behördliche Maßnahmen.
NIS-2-Richtlinie: Neue rechtliche Vorgaben für Unternehmen – Was Sie jetzt wissen und tun müssen
Mit der Umsetzung der NIS-2-Richtlinie in deutsches Recht sind Unternehmen, insbesondere Geschäftsleitungen und Rechtsabteilungen, mit neuen und erweiterten Vorgaben im Bereich der Cybersicherheit konfrontiert. Ziel der Richtlinie ist es, das Sicherheitsniveau von Netzwerk- und Informationssystemen in der EU deutlich zu erhöhen und Risiken besser zu managen. Die deutsche Umsetzung wirkt zugleich als „Mantelgesetz“ und zieht zahlreiche Änderungen bestehender Fachgesetze nach sich, etwa im Energie-, Telekommunikations- oder Sozialversicherungsrecht.
Die neue Entgelttransparenzrichtlinie – Was kommt auf mittelständische Unternehmen zu?
Mit Inkrafttreten der neuen EU-Entgelttransparenzrichtlinie im Juni 2026 werden bestehende Vorgaben zur gleichen Bezahlung von Männern und Frauen deutlich verschärft.
Transportrecht
Kühlkette im Transport: Wer trägt das Risiko bei Temperaturabweichungen?
Für viele mittelständische Unternehmen, die temperatursensible Güter wie Medikamente, Lebensmittel oder Chemikalien transportieren lassen, stellt die Sicherstellung einer ununterbrochenen Kühlkette eine zentrale unternehmerische Herausforderung dar.
KI lieferte fehlerhafte Ergebnisse
Drohendes Disziplinarverfahren nach der Nutzung des KI-Tools ChatGPT zur juristischen Recherche
Zwei New-Yorker Anwälten – Peter Loduca und Steven Schwartz – der Kanzlei Levidow, Levidow & Oberman, droht aktuell die Einleitung eines Disziplinarverfahrens wegen der Einsetzung des KI-Tools ChatGPT. Was war passiert?