Raus aus den Schulden: das Insolvenzrecht im Video erklärt

Was ist eigentlich eine Regelinsolvenz? Und wie muss ein Insolvenzplan genau aufgebaut sein? Diese Fragen beantwortet Fachanwalt Carsten Lange innerhalb der Kanzlei Daniel, Hagelskamp & Kollegen. Zudem haben wir zu den Themen Regelinsolvenz und Insolvenzplan zwei kurze  Videos  produziert und diese auf unserer Internetseite eingestellt.

Sie erklären – ohne komplizierte juristische Fachbegriffe – wie wir Sie bei Ihrem Weg aus den Schulden begleiten können.

Für eines der Videos haben wir uns die Familie Weber vorgenommen, deren Oberhaupt Paul eine Spedition betreibt. Nachdem einer der Hauptkunden seine Zahlungen eingestellt hat, geht der Betrieb in die Insolvenz und Familie Weber wird zu Zahlungen verurteilt. Die Regelinsolvenz tritt dann ein, wenn der Antragsteller aktuell selbstständig ist oder war, mehr als 19 Gläubiger aufweist oder Schulden aus früheren Arbeitsverhältnissen mit Mitarbeitern hat.

Ein Insolvenzplan erhält dann Gültigkeit, wenn die Mehrheit der Gläubigerversammlung einer Einigung zustimmt, die jedem Gläubiger zehn Prozent der fälligen Summe zusichert. In einem normalen Insolvenzverfahren würden Sie hingegen leer ausgehen.

Die Reihe wird in den kommenden Monaten durch weitere Videos zu diesem und anderen Themen ergänzt.

Wenn Sie weitere Fragen zur Thematik der Insolvenz und der Sanierung haben, melden Sie sich gerne telefonisch unter 0241 94621–138 oder per E‑Mail unter lange@daniel-hagelskamp.de .

Beitrag veröffentlicht am
13. Juli 2016

Carsten Lange
dh&k Rechtsanwälte Steuerberater
Rechtsanwalt, Insolvenzverwalter, Mediator (DAA), Wirtschaftsmediator, Bankkaufmann
Alle Beiträge von Carsten Lange

Diesen Beitrag teilen

Diese Fachbeiträge könnten Sie auch interessieren:

Gewährleistungsrecht
28.05.2026

Beweislastumkehr im Gewährleistungsrecht: BGH stärkt erneut die Käuferposition – Was Händler jetzt wissen müssen

Am 6. Mai 2026 hat der Bundesgerichtshof in zwei Parallelverfahren (Az. VIII ZR 73/24 und VIII ZR 257/23) seine bisherige Linie zur sogenannten Beweislastumkehr beim Verbrauchsgüterkauf bestätigt und weiter geschärft. Für Unternehmen, die Waren an Verbraucher verkaufen, enthält diese Entscheidung eine klare Botschaft: Die gesetzliche Vermutung zugunsten des Käufers greift früher und weiter, als es manche Instanzgerichte bisher angenommen

Beitrag lesen
Verkehrsrecht
19.05.2026

Fiktive Abrechnung: Ein späterer Zweitschaden mindert Ihren Schadensersatz nicht

Stellen Sie sich folgende Situation vor: Ihr Fahrzeug wird beschädigt, etwa durch einen Parkplatzrempler. Sie lassen ein Gutachten erstellen und entscheiden sich, den Schaden „fiktiv" abzurechnen, also nicht reparieren zu lassen, sondern sich den rechnerischen Schadenbetrag auszahlen zu lassen. Bevor Sie irgendetwas weiter veranlassen, wird Ihr ohnehin schon beschädigtes Auto in einen weiteren Unfall verwickelt. Darf der Erstschädiger oder dessen Versicherung nun behaupten, Ihr Anspruch aus dem ersten Schaden sei geringer geworden, weil Sie ja für den zweiten Schaden ebenfalls Geld erhalten haben? Der Bundesgerichtshof (BGH) hat diese praxisrelevante Frage in seinem Urteil vom 31.03.2026 (VI ZR 100/25) klar beantwortet und zwar zugunsten der Geschädigten.

Beitrag lesen
Insolvenzrecht
08.05.2026

Wann wird die Schwelle zum Betriebsübergang nach § 613a BGB überschritten?

Dies ist auch eine für insolvenzrechtliche Sanierungen relevante Fragestellung. Denn auch in diesem Zusammenhang findet die Regelung des § 613a BGB Anwendung – beispielsweise im Zuge einer sogenannten übertragenden Sanierung. Die zukünftig tätige Unternehmung, auf die der Geschäftsbetrieb übertragen werden soll, möchte so schnell wie möglich tätig sein können und dies nach Möglichkeit mit den Mitarbeitern, die sie dafür für erforderlich hält. Das müssen und werden im Zweifel nicht alle Mitarbeiter sein.

Beitrag lesen